„Bist du entflammbar?“

Pfarrei St. Dionysius Herne stellt neues Firmkonzept auf eigener Webseite vor

Herne. Wie läuft die Firmung in der neuen Pfarrei St. Dionysius ab? Warum lasse ich mich firmen? Diese und viele weitere Fragen rund um das Sakrament beantworten Vikar Markus Hanke und die Gemeindereferenten Dominik Mutschler, Karsten Jung und Johannes Schoenen vom Firmleitungsteam auf der neuen Webseite: www.firmung-herne.de; das Leitwort lautet: „Bist du entflammbar?“

von Elisabeth Plamper

Schritt für Schritt erklärt das Herner Firmleitungsteam, was Firmung ist und wie sie das Leben verändern kann. „Denn in der Firmung passiert etwas“, sagt Markus Hanke. „Sie ist ganz eng mit dem Sakrament der Taufe verbunden, denn die Firmung ‚braucht‘ die Taufe. Der Begriff Firmung hat sich nämlich aus dem lateinischen Begriff confirmatio entwickelt“, so der Vikar und das bedeute übersetzt „Bestätigung“ oder „Bekräftigung“.

Patricia Wilhelm (16) ist eine der Fimbewerber, die sich auf die Firmfeier in der Pfarrei St. Dionysius vorbereiten. Bei ihrer Firmung wird sie ihre Taufe, die sie als Kind einmal erhalten hat, mit den Worten bestätigen: „Ich, Patricia, bejahe meine Taufe, die ich vor 16 Jahren erhalten habe, als ich noch ein Baby war!“

Dieses Bejahen gehe aber in der Firmfeier „noch über die Bestätigung der eigenen Taufe hinaus“, erläutert Vikar Hanke weiter. „Die Firmanden bekräftigen in ihrer Firmung auch, den Weg mit Jesus weiterzugehen.“ Gleichwohl spräche Gott ihnen sein „Ja“ aus und sende sie dorthin, wo sie leben, zur Schule gehen oder arbeiten. „Jesus spricht in der Firmfeier ganz konkret durch den Bischof zu den Firmanden. Zu Patricia wird er sagen: ‚Patricia, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.‘“

Um die Firmung empfangen zu können, lernen die Firmanden die Kirche und ihr Handeln in verschiedenen Projekten kennen. „Uns ist bewusst, dass die Firmbewerber viel um die Ohren haben. Manche sind mitten im Prüfungsstress, andere haben gerade eine Ausbildung begonnen“, erklärt Markus Hanke. „Wir möchten, dass die Firmvorbereitung nicht zu einer Last wird und natürlich dass die Firmanden aus freien Stücken und mit Freude ihren Weg zum Sakrament Firmung gehen.“

So lädt die Pfarrei St. Dionysius statt wie bisher alle zwei Jahre nun ähnlich wie der Pastoralverbund Hamm-Mitte halbjährlich zu einer Firmfeier ein. Die Anmeldungen für die Firmvorbereitung werden monatlich entgegengenommen. „Die angehenden Firmbewerber erhalten von uns zum 16. Geburtstag einen Glückwunschbrief mit dem Hinweis, dass sie nun die Möglichkeit haben, an der Firmvorbereitung teilzunehmen“, erläutert der Vikar.

Die Grundlagen der Firmvorbereitung sind das Zeugnis des Glaubens an Jesus Christus, die Mitfeier von Gottesdiensten und der Eucharistie sowie der Dienst am Mitmenschen. „Kirche-Sein heißt, lebendig sein im Heiligen Geist“, betont der Herner Seelsorger. „Die Firmbewerber sammeln in der Firmvorbereitung innerhalb dieser drei Grundvollzüge intensive Erfahrungen“ und erhielten einen Überblick, was es bedeute, ein aktives Mitglied der Kirche zu sein.

„Wenn die Firmanden in jedem Bereich mitgewirkt haben, fehlt für die Firmung nur noch der Tag der Entscheidung. An diesem Tag schauen wir dann mit den Firmbewerbern auf die Zeit ihrer Vorbereitung zurück. Sie dürfen in der Beichte und einem Gespräch die Entscheidung treffen, die Firmung zu empfangen. Geben sie ihr ‚Ja‘, erwartet sie der Bischof in einer der beiden Firmfeiern im November“, erklärt Gemeindereferent Dominik Mutschler.

Sollten die Firmbewerber die Vorbereitung aus verschiedenen Gründen nicht bis zu diesen Firmfeiern abschließen können, sei das kein Problem. Schon in einem halben Jahr hätten sie dann die nächste Gelegenheit. „Uns ist es wichtig, dass die Firmanden sich so viel Zeit für ihre Firmvorbereitung lassen, wie sie brauchen. Es ist ihr Weg. Und bei Schwierigkeiten sind wir da“, denn Kirche sei viel mehr als ein bloßer Begriff, viel mehr als ein prachtvolles Gebäude, das sonntags die Menschen mit Glockengeläut zum Gottesdienst ruft.

„Kirche, das sind vor allem wir, die aus der Beziehung zu Jesus Christus heraus Solidarität und Geschwisterlichkeit leben und feiern. Kirche lebt nur, wenn Gott gefeiert und bezeugt wird und die Kirche ihren Dienst in der Welt wahrnimmt“, fasst Vikar Hanke zusammen. „Wir laden die Firmbewerber zu diesem Leben ein und schon in der Firmvorbereitung zu erfahren, was Kirche-Sein bedeutet und welche Rolle sie darin spielen.“

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