Das Klima schützen

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Portugal ist von einer schweren Brandkatastrophe heimgesucht worden. Mehr als 60 Todesopfer hat die verheerende Feuersbrunst im Naturparadies Pedrógão Grande gefordert. Vordergründig sind die Ursachen eindeutig. Die außergewöhnlich lange Trockenheit sowie ein Blitzschlag und heftige Winde lösten einen der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte des Landes aus.

Foto: Hemann Schönhofer / pixelio

 

Im Grunde aber ist auch diese Naturkatastrophe auf den Klimawandel zurückzuführen. Extreme Wetterverhältnisse – wie eben die ungewöhnlich lange Dürre – werden durch die durch Menschen verursachte Umweltverschmutzung verursacht.

Papst Franziskus hat dies in seiner Um­weltenzyklika „Laudato si“ deutlich benannt. Und der Papst wird nicht müde, die Industrienationen zur Umkehr zu mahnen. Am vergangenen Wochenende übergab er Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Ausgabe seiner Enzyklika – wie zuvor schon US-Präsident Donald Trump.

Während Trump kurz darauf das Abkommen zum Klimaschutz aufkündigte, dürfte Franziskus bei Angela Merkel auf offenere Ohren stoßen. Die Fakten in Deutschland jedoch sind wenig erfreulich. Der Kohlendioxidausstoß ist 2016 wieder gestiegen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wird Deutschland seine Klimaziele bis 2020 kaum erreichen können.

Es ist an der Zeit, endlich mit dem Klimaschutz Ernst zu machen. Es müssen drastische Maßnahmen zum Wohle aller und auch der Nachwelt beschlossen werden. Wir können nicht so lange warten wie die Chinesen, die den Wert des Umweltschutzes erst erkannt haben, als die Bewohner der Städte bei Smog nur noch mit Mundschutz vor die Tür gehen konnten.

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