„Der GlaubensGarten, das sind wir“

Die Gemeinschaft der Religionen ist die wichtigste Botschaft, die von dem GlaubensGarten ausgeht

Bad Lippspringe. Als „Vision, die wahr geworden ist“ und „wundersames Projekt“ haben die Ehrengäste den GlaubensGarten in der Landesgartenschau Bad Lippspringe bei dessen Eröffnung gerühmt.

von Karl-Martin flüter

Vertreter von sieben Religionen und elf Konfessionen hatten in einem sechs Jahre dauernden Prozess die Pläne für den GlaubensGarten entwickelt und umgesetzt. In oft „mühevollen Gesprächen“ sei es gelungen, in Übereinstimmung aller Beteiligten das Projekt zu realisieren, sagte Pfarrerin Antje Lütkemeier: „Der GlaubensGarten, das sind wir.“

Diesen Gedanken griff Dechant Benedikt Fischer auf, einer der vielen Überbringer von Grußbotschaften während der Eröffnung – jede Religion und jede Konfession hatte offizielle Vertreter entsandt, insgesamt elf. Der Paderborner Dechant betonte, die Gemeinsamkeit der Religionen habe den GlaubensGarten möglich gemacht. Das sei die „wichtigste Botschaft, die von diesem Ort ausgeht“. Dieses „große Geschenk“ sei eine Brücke zum Frieden.

Diese Hoffnung drückte auch Bischof Anba Damian, Oberhaupt der Diözese der koptisch-orthodoxen Kirche in Norddeutschland aus. Der Garten sei Bild der Schöpfung und das „wundersame Projekt“ in Bad Lippspringe bringe die Menschen in Kontakt mit dieser Schöpfung.

Der GlaubensGarten besteht aus einem zentralen Pavillon, von dem aus Wege in sieben symbolische Gärten führen – die christlichen Konfessionen teilen sich einen Garten.

Die gesamte Anlage hat mehr als 250 000 Euro gekostet. Ein Großteil der Summe wurde von der Evangelischen Landeskirche und der Diözese Paderborn beigesteuert, der Rest von Einzelspendern.

Ob die Anlage nach dem Ende der Landesgartenschau fortbestehen wird, konnte Bad Lippspringes Bürgermeister Andreas Bee noch nicht beantworten. Aber auch er freue sich, weil, so Bee, von dem GlaubensGarten in seiner Stadt ein Impuls für Offenheit in die Welt hinaus geht.

Sieben Religionen: Das bedeutet auch kulturellen Reichtum. Die Tanzgruppe der Sikhs während der Eröffnung. Foto: Flüter

 

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