Die Schöpfung in Gefahr

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Der trockenste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist – meteorologisch gesehen – zu Ende. Denn am 1. September beginnt für die Meteorologen der Herbst. Auch wenn sich Urlauber, Freibadbetreiber und einige andere über das Wetter gefreut haben, so ist der Sommer 2018 insgesamt gesehen eine Katastrophe.

Foto: angieconscious / pixelio

 

Die Erntebilanz in weiten Teilen Deutschlands ist verheerend. In vielen Flüssen und Seen gab es großes Fischsterben. Vielerorts wüteten schlimme Waldbrände. Und die langfristigen Folgen der Trockenheit für die Wälder sind noch gar nicht absehbar.

An der Politik prallt das wieder einmal weitgehend ab. Sie behebt die kurzfristigen Schäden durch Millionen-Zahlungen an Landwirte. Aber ein vernünftiges Konzept gegen den Klimawandel gibt es immer noch nicht. So wird fleißig weiter um Fahrverbote für Dieselautos gestritten. Braunkohlekraftwerke sollen noch über Jahre hinweg die Luft verpesten. Gegen Kreuzfahrtschiffe, welche die schlechteste Umweltbilanz aller Transportmöglichkeiten aufweisen, geht niemand vor. Die Gegner der umweltfreundlichen Windenergie formieren sich allerorten. Und ein schlüssiges Konzept, wie die vielen Tausend völlig veralteten Heizungen auf den neuesten Stand gebracht werden können, fehlt völlig.

Deutschland ist weit davon entfernt, die – ohnehin nied­rigen – selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen. Denn am Ende regieren der Populismus und die Interessen bestimmter Industrien, vor allem die der Automobilhersteller.

Die Schöpfung Gottes gerät dadurch immer mehr in Gefahr. Vor allem Christen müssen gegen diese Entwicklung aufstehen und handeln – so, wie etwa das Erzbistum Paderborn mit seinem Klimaschutzkonzept. Denn der Auftrag „macht Euch die Erde untertan“ bedeutet nicht, sie weiter nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ zu zerstören.

Ihr

Matthias Nückel

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