Gemeinsam unterwegs

Ökumenischer Gottesdienst zum Deutschen Wandertag in Detmold zog rund 500 Menschen an

Beeindruckende Kulisse: Ökumenischer Gottesdienst zum Deutschen Wandertag auf dem Schlossplatz in Detmold. Foto: Privat

 

Detmold. Gemeinsam unterwegs – etwa 500 Menschen haben im Rahmen des 118. Deutschen Wandertages an einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Schlossplatz in Detmold teilgenommen. „Beim Wandern geschieht Begegnung, wir begegnen Menschen, der Natur, uns selbst und wir können Gott begegnen“, begrüßte Gemeindereferent Klaus Junghans von der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist aus Lemgo Wanderer, Interessierte und Gemeindemitglieder der beteiligten Kirchen.

Bei bestem Wetter versammelten sich die Teilnehmer des Wandertages zum ökumenischen Gottesdienst, darunter auch Detmolds Bürgermeister Rainer Heller und Landrat Dr. Axel Lehmann. Aus den verschiedenen Kirchen wirkten weiterhin im Gottesdienst mit: Heinrich Schüring von der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), Esther Trapp, als Vertreterin der Evangelisch­-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) sowie Regina Masny von der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Die Predigt hielt der Landessuperintendent der Evangelischen Lippischen Landeskirche, Dietmar Arends, über Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ Dies seien Worte von Menschen, die schon vor zweieinhalbtausend Jahren zu Fuß wandernd unterwegs gewesen seien – auf dem Weg nach Jerusalem, der heiligen Stadt mit dem Tempel auf dem Berg Zion. „Wir Menschen sind heute auf anderen Wegen unterwegs als die Menschen damals.“

Wandernd entdeckend unterwegs zu sein, wie es heute möglich sei, das könne eigentlich nur dankbar machen: „Das lässt uns einstimmen in den Dank für die Schöpfung, in das Lob des Schöpfers“, so Arends. „Und es sollte uns empfindsam machen für die Wunden, die dieser Schöpfung geschlagen werden. Es sollte uns dazu bringen, alles daranzusetzen, was wir können, um die gefährdete Schöpfung zu bewahren.“ Unterwegs zu sein, Wege zu gehen, manchmal auch gehen zu müssen, sei in der Bibel immer auch ein Bild für das menschliche Leben, so der Landessuperintendent weiter: „Für unsere Lebensreise, unseren Lebensweg. Und wir können uns gegenseitig nur wünschen, dass da ganz viele Wege dabei sind, die wir fröhlich gehen können.“

Manchmal bleibe es uns aber auch nicht erspart, „Wege gehen zu müssen, die uns schwer werden“, sagte Dietmar Arends. „Gerade in solchen Situationen empfinde ich diesen 121. Psalm als sehr tröstlich. Du bist nicht alleine unterwegs. Da geht jemand mit dir.“ In diesem Sinne wünsche er allen „aus der Nähe und aus der Ferne auf allen Wegen den Segen Gottes“.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einem Bläserensemble aus lippischen Posaunenchören unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Kornmaul.

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