01.02.2018

Helfen, aber wie?

Der Tag der offenen Tür fand in Verbindung mit dem alljährlichen Dankeschön-Treffen für die Ehrenamtlichen statt. Foto: Plamper

Witten. Wer ehrenamtlich tätig ist oder sich zukünftig engagieren möchte, erhält bei der FreiwilligenAgentur Fokus die notwendige Unterstützung. Sie informiert über die vielfältigen Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in der Stadt Witten und sucht mit den Interessenten ein passendes Tätigkeitsfeld in karitativen oder sozialgesellschaftlichen Bereichen aus. Nach der Vermittlung bleibt sie ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen.

von Elisabeth Plamper

Ehrenamt gibt es überall. „Es ist für ein soziales Miteinander in unserer Gesellschaft unentbehrlich“, sagt Kathrin Brommer, Leiterin der Wittener FreiwilligenAgentur Fokus. Welchen Stellenwert ihre Tätigkeit für die Ehrenamtlichen selbst hat, wurde kürzlich in einer kleinen Ausstellung beim Tag der offenen Tür deutlich. Die im Vorfeld vorbereitete Ausstellung stieß auf großes Interesse. Auf Plakaten erzählten Ehrenamtliche nicht nur, wie sie zum Ehrenamt kamen, sondern auch von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und persönlichen Erlebnissen, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind und dokumentierten, was das Ehrenamt für sie bedeutet.

Ehrenamt ist nicht nur „für andere da zu sein“, sondern auch „beschenkt zu werden“. Es biete unter anderem Zufriedenheit und Zusammenhalt und ein Teil einer Gemeinschaft zu sein mit dem Wunsch, „die Welt ein bisschen besser zu machen“, ob vor Ort in Witten wie beispielsweise Pfadfinderleiter Björn Stromberg (DPSG St. Marien Witten) oder weit weg, wie Theo Püplichhuisen, der die Arbeit in einem Krankenhaus in Kasachstan unterstützt. Der Tag der offenen Tür fand zudem in Verbindung mit dem alljährlichen Dankeschön-Treffen für die Ehrenamtlichen statt und Ehrenamtliche sowie Besucher hatten auch Gelegenheit, persönlich ins Gespräch zu kommen.

Doch die FreiwilligenAgentur Fokus vermittelt nicht nur ehrenamtliche Tätigkeiten. Sie ist auch offen für Projektideen, die von engagierten Menschen an sie herangetragen werden, und hilft, die Voraussetzungen zu schaffen, dass aus der Idee ein festes Angebot werden kann. Zudem initiiert die Agentur in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern derzeit drei eigene Projekte für aktuelle gesellschaftliche Bedarfe. So setzen aktive Senioren im Ruhestand als Nachbarschaftshelfer ihr handwerkliches Geschick für den guten Zweck ein. Sie helfen auf Abruf anderen Senioren oder Menschen mit Behinderung bei den kleinen Tücken des Alltags.

Ein weiteres Projekt unterstützt Flüchtlinge und Migranten in entspannter Atmosphäre bei ihrem Erlernen der deutschen Sprache. Im Café Babilingua geht’s darum, das gemeinsame Erleben, eine neue Sprache zu erlernen und das Verständnis für andere Kulturen zu stärken. Deutschsprachige Ehrenamtliche und Flüchtlinge erhalten einen Einblick in die für sie jeweils fremde Kultur des anderen. Gleichwohl ist das Café Babilingua ein Ort für Geflüchtete, um neue Kontakte zu knüpfen.

Ein weiteres Projekt mit dem Titel „Armutskundschafter“ wird derzeit vorbereitet. Es ist insbesondere für Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben, gedacht. Es berücksichtigt zudem den Strukturwandel des Ehrenamtes in den Kirchengemeinden. Im Mittelpunkt steht das diakonische Handeln unter fachlicher Anleitung als Zukunftsaufgabe mit Blick auf die Wechselwirkung zwischen bestimmten Lebensumständen, Mangelerscheinungen und Armut.

Information/Kontakt: ­www.­caritas-witten.de/­caritas-ehrenamt

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