Kirche soll im Dorf bleiben

Pastoralverbund Balve-Hönnetal probt „Aufstand aus der Lethargie“

Die flexible Teambildung vor Ort stieß auf gutes Interesse. Die Christen im Pastoralverbund möchten, dass die Kirche im Dorf weiterlebt. Foto: Kolossa

 

Beckum (JK). Kirche soll im Dorf bleiben, war das Fazit der neun Veranstaltungen in den Gemeinden vom Pastoralverbund Balve-Hönnetal, in dem für die Bildung von Gemeindeteams geworben wurde. Dass letztendlich 200 Vorschläge dafür in den Kandidatenboxen landeten, bezeichnete Matthias Kolk, Rätearbeit für das Erzbistum Paderborn, als „ansehnlich.“

Mit allen Kandidaten sei gesprochen worden, viele hätten auch ihre Mitarbeit signalisiert, sodass schon 14 Anmeldungen für die erste von vier dafür angesetzten Informationsveranstaltungen vorlagen. Und 14 Teilnehmer waren es dann auch, die jetzt in das Integrationszentrum Beckum eingeladen worden waren. Räumlich ging es um den Bereich Beckum, Volkringhausen und Eisborn. Interessierte aus Volkringhausen fehlten allerdings.

Es blieb nicht nur bei Informationen darüber, dass drei bis acht Personen für zwei Jahre die Verantwortung für kirchliches Leben vor Ort übernehmen. Vielmehr wurde auf Freiheiten beim Arbeiten und Organisieren hingewiesen, wenn es darum geht, Gemeindeleben zu gestalten. Und dies wurde in praktischen Übungen umgesetzt.

Zum ersten Mal als „Gemeindeteam“ stellte sich eine Gruppe der Aufgabe, eine Sondierung „ihrer Gemeinde“ vorzunehmen, indem sie sich daran machten, herauszufinden: Wer braucht was? Jung und Alt, Singles und Familien haben verschiedene Bedürfnisse, denen es gilt, entgegenzukommen. Eine andere Gruppe erkundete die Potenziale der Gemeindeteams und auch der Gemeindemitglieder. Angeleitet wurde die Gruppenarbeit von Matthias Kolk, aber auch von Pauline Wawrzon­kowski, Trainee im Erzbistum Paderborn, und von Rainer Beckmann, Dekanatsreferent für das Märkische Sauerland.

Dieser Abend der Orientierung machte den Kandidaten Mut für ihre Aufgabe, ab Oktober in einem Team die Verantwortung für eine Gemeinde zu übernehmen. Jens Timmermann (44) aus Eisborn, sagte dazu: „Ich mag diese flexible Teambildung vor Ort.“ Der verheiratete Familienvater von drei Kindern ist bereits im Kirchenvorstand tätig, kann sich aber auch vorstellen, im Gemeindeteam mitzuarbeiten. „Es wäre schön, Jüngere animieren zu können, hier mitzumachen“, hat er ein Ziel vor Augen.

Pfarrer Andreas Schulte als Leiter des Pastoralteams war sehr zufrieden mit der Resonanz der vorgeschlagenen Kandidaten, aber auch mit der Teilnehmerzahl in Beckum: „Ich hoffe, dass die Gemeinden den Aufstand aus der Le­thargie in die Zukunft proben.“

Info

Weitere Informationsabende:

für die Gemeinden Affeln/Altenaffeln, Blintrop und Küntrop: 27. August 2019, 19.00 Uhr in Affeln (Pfarrheim);

für die Gemeinden Garbeck und Langenholthausen: 4. September 2019, 19.00 Uhr in Garbeck (Pfarrheim).

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