Kirchenmagazine kommen gut an

Zufriedenheit beim Redaktionstreffen: positiver Akzent für Medienarbeit in pastoralen Räumen

Hier werden die Kirchenmagazine gedruckt: Die Redakteure besichtigten auch die Bonifatius-Druckerei. Foto: Flüter

 

Erzbistum Paderborn/Paderborn. Sie sind ein neuer Trend in der katholischen Publizistik des Erzbistums Paderborn: Magazine, die ortsnah über Kirche informieren. Ihr Publikum ist nicht auf Kirchenmitglieder begrenzt, sondern richtet sich an alle Menschen im Dorf, in der Stadt oder in der Region.

von Karl-Martin Flüter

In Paderborn trafen sich die Redakteure der Kirchenmagazine zum ersten Mal zu einem bistumsweiten Treffen. Eingeladen hatte die Bonifatius ­GmbH. Das Paderborner Druck- und Verlagshaus hat das Konzept für die gemeindenahen katholischen Magazine entwickelt. Mitarbeiter des Verlages begleiten die Redaktionen vor Ort, Bonifatius übernimmt Druck und Vertrieb.

Teilweise hatten die Teilnehmer des Treffens eine weite Anreise. Die neun bereits erscheinenden oder sich in Vorbereitung befindenden Magazine sind über das gesamte Bistum verteilt.

Trotz der beschwerlichen Anfahrt war das Interesse groß. Das bewies der intensive Austausch zwischen den Redaktionen. Themenwahl, journalistische Herangehensweise, Leser-Blatt­-Bindung, aber auch die Vertriebsstrukturen und der Anzeigenverkauf: Alles wurde lebhaft und manchmal auch kontrovers diskutiert. Die Redaktionen arbeiten nach unterschiedlichen Konzepten, binden mal mehr, mal weniger professionelle Unterstützung ein – unterschiedliche Erfahrungen im Redaktionsalltag sind durchaus gewollt.

Durchgehend ist die Erkenntnis, dass die Kirchenmagazine im Lokalformat bei den Lesern gut ankommen – und das nicht nur in den Kirchengemeinden. Rückmeldungen gibt es häufig auch aus den Bevölkerungsgruppen, die der Kirche nicht nahe stehen.

Genau das ist gewollt. Das neue Medienformat ist gut geeignet, um die Entwicklung in den pastoralen Räumen zu begleiten. Dort werden überkirchliche soziale Zusammenhänge wichtiger. Entsprechend sind die neuen Zielgruppen der Kirchenmagazine auch kirchenferne Leser.

„Das Katholische soll sich vor allem in der Art der Berichterstattung wiederfinden, weniger in den Inhalten“, sagt Claudia Auffenberg. Sie ist im Bonifatius-Verlag die Ansprechpartnerin für die Kirchenmagazine. Die Orientierung am Modell von Stadtteilmagazinen findet die Unterstützung im Erzbischöflichen Generalvikariat. Von dort werden die Kirchenmagazine finanziell unterstützt.

Die Förderung durch das Bistum zeigt gute Ergebnisse. Das wurde bei dem Treffen der Redakteure in Paderborn deutlich. Bei den Ehrenamtlichen und in den pastoralen Teams ist die Überzeugung gewachsen, dass sich Attraktivität und Anziehungskraft von Kirche besonders im überkirchlichen sozialen Miteinander des lokalen Raumes erweist.

Es sind meist engagierte Gemeindemitglieder, die die Redaktion übernehmen. Oft ist damit erheblicher Aufwand verbunden. Die Kirchenmagazine erscheinen in der Regel zwei Mal im Jahr, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Wenn die eine Ausgabe erschienen ist, beginnen bereits die Vorbereitungen für das nächste Heft. Das kann ehrenamtliche Strukturen unter Druck setzen. Die ehrenamtlichen Redakteure bestätigen, wie wichtig deshalb die fachliche Unterstützung durch Bonifatius ist. Die Medienprofis bringen die Strukturen mit, die das Arbeiten leichter machen und den Erfolg auf Dauer sichern.

In diesem Miteinander von örtlichen und zentralen Strukturen, von ehrenamtlichen Redakteuren und professionellen Journalisten liegt der Erfolg der neuen Kirchenmagazine begründet. Das schlägt Wellen. So wurde aus Minden bekannt, dass sich das dortige Magazin reißender Nachfrage erfreut – und das in der größten Diaspora Nordrhein-Westfalens. Rückmeldungen erreichten die Mindener aus ganz Norddeutschland.

Angesichts solcher Erfolgsmeldungen konnte Rolf Pitsch, Geschäftsführer der Bonifatius GmbH, am Ende des Redaktionstreffens ein zufriedenes Fazit ziehen: „Die Bonifatius GmbH freut sich, mit dem Erzbistum einen guten Akzent für die Medienarbeit in den pastoralen Räumen gesetzt zu haben.“

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