Lebendige und junge Kirche

Aus dem Erzbistum Paderborn reisen 150 junge Menschen zum Weltjugendtag nach Panama

Bei einem Vorbereitungstreffen in Paderborn waren natürlich auch Benedikt Hebbeker (vorne, 2. v. l.) und Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder (vorne, l.) mit dabei.Foto: pdp

 

Erzbistum. 150 junge Christen aus dem Erzbistum Paderborn werden zum Weltjugendtag nach Panama fliegen. Es ist eine unerwartet große Gruppe für die weite Reise.

von Matthias Nückel

„Ich bin positiv überrascht, dass es so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Erzbistum sind“, sagt Weltjugendtagsreferent Benedikt Hebbeker. Denn ursprünglich hatte es danach nicht ausgesehen. Nach dem Aufruf vor einem Jahr liefen die Anmeldungen zunächst schleppend. Doch um Ostern habe es einen richtigen „Run“ auf die Plätze gegeben.

Mit weniger als 100 Teilnehmenden hatten die Organisatoren gerechnet. Als es dann immer mehr wurden, war Organisationstalent gefragt. „Es gab zwischenzeitlich eine Warteliste“, berichtet Hebbeker. Durch Buchung eines weiteren Flugzeuges und in Kooperation mit anderen Diözesen können schließlich alle mitfahren.

Die größten Gruppen aus dem Erzbistum stellen Paderborn, Büren und Delbrück mit je 25 Teilnehmenden. Aus Dortmund reisen zwei Gruppen mit insgesamt 43 Personen mit und aus Unna kommen 21 junge Pilger. Weitere Teilnehmende kommen aus Soest, Arnsberg, Meschede und Welver. Überregional haben die YOUNG MISSION-­Bewegung“ und die katholische Gemeinschaft Shalom die Reise zum Weltjugendtag geplant.

In vier Flugzeugen geht es zunächst nach Costa Rica. Dort wohnen die jungen Christen aus dem Erzbistum während der „Tage der Begegnung“ bei Gastfamilien. Anschließend fahren alle mit Bussen nach Panama, wo der Weltjugendtag am 22. Januar beginnt.

Etwa die Hälfte der jungen Erwachsenen sind schon einmal bei einem Weltjugendtag gewesen. Die andere Hälfte sind Neulinge. „Viele haben dafür gekämpft, um schulfrei oder Urlaub zu bekommen“, erzählt Hebbeker. Das kleine Land Panama, das in der Öffentlichkeit nicht so präsent sei, kennenzulernen, habe offenbar zahlreiche Teilnehmende gereizt. Zudem hat sich nach den Worten Hebbekers bewährt, dass er als Weltjugendtagsreferent im Jugendhaus Hardehausen angesiedelt ist. „Dort bekomme ich viel Kontakt mit jungen Menschen“, meint er. Auch wurde die Tour durch das Einplanen von mehr Zeit diesmal noch attraktiver gestaltet. So können die jungen Leute freie Tage am Pazifik und an der Karibikküste genießen. „Wir wollten nicht, dass alle sofort ins Geschehen geworfen werden, denn die Zeitumstellung und die Gewöhnung an das Klima sind anstrengend“, sagt der Weltjugendtagsreferent.

Benedikt Hebbeker selbst ist ein ganz „alter WJT-Hase“. Zum siebten Mal ist er in diesem Jahr dabei. Den Auftakt hat für ihn der Weltjugendtag in Toronto gebildet, nachdem es zuvor in Rom nicht geklappt hatte. Und seit dem WJT 2013 in Brasilien ist er Weltjugendtagsreferent.

Dass er immer noch mit Begeisterung dabei ist, hat viele Gründe. „Beim Weltjugendtag kann man eine lebendige, dynamische und junge Kirche erleben“, schwärmt er. Auch das Kennenlernen der Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen sei reizvoll.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind für Benedikt Hebbeker immer die Vigilfeiern. „Es ist unglaublich bereichernd, wie etwa eine Million Menschen schweigen können und wenn man dann bei Gott ankommen kann“, berichtet er.

Wichtig sind ihm auch die Begegnungen mit den Menschen vor Ort, zu sehen, wie diese leben. Einen Vorgeschmack darauf hat Hebbeker schon bekommen, als er mit Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder zu einem Vorbereitungstreffen in Panama war.

Nicht zuletzt soll der Weltjugendtag auch in diesem Jahr wieder nachwirken. „In Costa Rica besuchen wir ein Kolping-­Projekt. Wir möchten dieses unterstützen und von den Menschen dort lernen, den Glauben zu leben“, so Hebbeker.

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