Leckeres aus der Suppenküche

Seit 25 Jahren gibt es die Suppenküche des Caritasverbandes für die Stadt Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel (emp). Es ist Dienstagmittag. In der Suppenküche im Keller des Caritasverbandes am Lambertusplatz 16 duftet es nach frisch gebratenem Fleisch und gedünstetem Gemüse. Ingrid Sobota wirft einen prüfenden Blick in einen der großen Edelstahltöpfe. Die Kartoffeln sind auch fertig, stellt sie zufrieden fest.

Es ist kurz vor 12.00 Uhr. Zeit für die Essensausgabe. Ein Servierwagen in der Tür von der Küche zum Kellerflur dient als Ausgabetheke. Davor hat sich bereits eine kleine Menschentraube gebildet. Die fünf Ehrenamtlichen, die heute Dienst in der Suppenküche haben, sind ein eingespieltes Team. Die Teller anrichten und die Ausgabe an die Wartenden sind Routine. Die kurzen Wortwechsel dabei zeugen von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.

Die Suppenküche ist keine Almosenausgabe. Aber sie ist für viele Bedürftige eine Anlaufstelle, um über die Wintermonate eine warme Mahlzeit zu bekommen. Sie sei „das Wohnzimmer für Menschen, die eher am Rand der Gesellschaft stehen“, beschreibt es Caritas-Vorstand Veronika Borghorst. Täglich kommen zwischen 20 und 30 Gäste. „Zum Monatsende sind es immer mehr“, weiß Winfried Kurrath, der wie Ingrid Sobota ebenfalls zum Team gehört, aus Erfahrung. Aus dem Begegnungs- und Speiseraum gleich neben der Küche dringt Stimmengewirr.

Die Menschen sitzen an den Tischen in kleinen Gruppen beisammen, reden, diskutieren, tauschen sich aus. So mancher kommt regelmäßig, einige sogar schon seit Jahren. In der Gemeinschaft schmecke es ihnen noch besser, so ihr Fazit. Die Pflege der sozialen Kontakte ist ein wichtiger Aspekt des Angebotes, das vom Patronatstag der heiligen Elisabeth am 19. November bis zum letzten Freitag vor der Karwoche läuft. Insgesamt 30 Ehrenamtliche organisieren derzeit im Wechsel die Suppenküche: Tag für Tag – auch am Sonntag und an Feiertagen. Montags und mittwochs greifen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zum Kochlöffel.

Die Zutaten für die Mittagsmahlzeit erhalten sie von der Tafel. Von der ambulanten Suppenküche gibt es Leckeres jeweils dienstags und freitags. Geöffnet ist die Suppenküche in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes von 11.30 bis 13.30 Uhr.

In der breiten Öffentlichkeit stoße das Angebot auf große Akzeptanz. So gehe der Dank für die Unterstützung in den vergangenen 25 Jahren nicht nur an die ehrenamtlichen Helfer, „von denen viele schon von Anfang an mit dabei sind“, so Borghorst, sondern auch an alle Spender und Sponsoren.

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