„Mangelware“ Organist

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Der Dom berichtet immer wieder über großartige Konzerte in den Kirchen. Aber es gibt auch einige Probleme. Obwohl das Erzbistum Paderborn viel in die Kirchenmusik investiert, spricht der Dekanatskirchenmusiker Christopher Brauckmann von einem drohenden Organistenmangel.

Denn viele ältere Organisten wollen oder müssen kürzertreten. Und Nachwuchs ist wenig in Sicht. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Gottesdienste ohne Orgelbegleitung gefeiert werden müssen, wenn ein Organist länger ausfällt oder seine Tätigkeit ganz beendet.Die Gründe für die geringer werdende Zahl von Organisten sind vielfältig. Weniger Kirchenmitglieder und vor allem weniger Kirchgänger bedeuten auch – das Potenzial für Kirchenmusiker wird kleiner. Jüngere Menschen sind zudem für die musikalische Begleitung von Werktagsgottesdiensten kaum zu finden, da sie zu den Gottesdienstzeiten ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen müssen. Viele Musiker scheuen zudem die Verpflichtung, jeden Sonntag präsent sein zu müssen.

Für all diese Probleme lassen sich sicher Lösungen finden, wenn man einigermaßen flexibel ist. So könnten sich vielleicht mehrere Organisten den Dienst teilen, wie es in manchen Gemeinden schon der Fall ist.

Nicht zuletzt aber beginnt die Begeisterung für (Kirchen-)Musik im Kindesalter. Deshalb informieren wir auf der Kinderseite über Kinderchöre. Geben Sie bitte eine Ausgabe des Dom Nr. 24 an Kinder und Enkel weiter. Vielleicht wird dadurch ja das Interesse am Kinderchor geweckt.

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