Mit dem „König der Löwen“ auf Tour

Kinder mit und ohne Behinderung traten auf

Zu den ersten Takten der Musik präsentierten sich zunächst alle Mitwirkenden in einem lockeren Vorstellungsreigen. Foto: Plamper

 

Castrop-Rauxel (emp). Die Erinnerung an die Premiere auf dem Katholikentag in Münster war noch frisch, da folgte schon die nächste Einladung für einen weiteren Auftritt in Kooperation mit dem Familienzentrum „Vier Gemeinsam“ auf dem Patro­natsfest der St.-Josef-Gemeinde. Und wieder begeisterten die über zehn Kita-Kinder mit und ohne Behinderung der Kindertagesstätte Oskarstraße mit ihrer Musical-Interpretation vom „König der Löwen“ das Publikum.

Das Lampenfieber hinter den Kulissen war in den wenigen Augenblicken, bevor es für die Kita-Kinder von der Oskarstraße auf die Bühne ging, spürbar. Zu den ersten Takten der Musik präsentierten sich zunächst alle Mitwirkenden in einem lockeren Vorstellungsreigen und ernteten sogleich Applaus. Dann begann das eigentliche Stück. Auf berührende Weise erzählten die Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in mehreren Spielszenen die Geschichte vom Löwen Simba.

Später wurden nicht nur die darstellerische Leistung, sondern auch die aufwendig und mit viel Liebe zum Detail von den Eltern gefertigten Kostüme sowie das Bühnenbild, das sie ebenfalls mitgestaltet hatten, bewundert und gelobt. „Ohne die Mithilfe der Eltern wäre die Umsetzung gar nicht möglich gewesen“, betonte Einrichtungsleiterin Miriam Leidag-Tietze. Finanziell unterstützte der Lions Club das Theaterprojekt.

Ausgewählt wurde das Stück „König der Löwen“, „weil die Geschichte von Simba bekannt ist und möglichst viele Kinder aus allen unseren Gruppen die Möglichkeit erhalten sollten, mitzumachen“, erklärte Miriam Leidag-Tietze vor der Aufführung auf dem Gemeindefest.

„Die gruppenübergreifenden Angebote mit einem künstlerischen Ansatz haben dort Tradition“, bestätigt Veronika Borghorst vom Vorstand des Caritasverbandes für die Stadt Castrop-Rauxel bei der Premiere auf dem Katholikentag in Münster. Seit November vergangenen Jahres hatten die Kinder dreimal in der Woche geprobt. Gemeinsam spielen und lernen – das ist seit fünf Jahren die Philosophie der Integrativen Kindertagesstätte Oskarstraße.

28 Regelplätze und bis zu 26 heilpädagogische Plätze stellt die Einrichtung für Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren aus Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick und Waltrop derzeit zur Verfügung. Im Mittelpunkt der pä­dagogischen Betreuung steht das Kind. „Es wird persönlichkeitsbezogen und mit Blick auf die individuellen Fähigkeiten in seiner Entwicklung unterstützt, um die Selbstständigkeit zu fördern und das Selbstbewusstsein zu stärken“, so Miriam Leidag-Tietze.

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