Sei gesegnet …

Die katholische und evangelische Kirche in Lünen präsentierten sich auf der Hochzeitsmesse

Lünen (emp). Über 50 Aussteller waren auf der Hochzeitsmesse im Ringhotel dabei – darunter auch die Kirchen. „Sei gesegnet …“, so lautete das Motto am ökumenischen Stand der örtlichen Kirchen. Gemeindereferentin Jutta Evermann und der Ehrenamtliche Friedrich Evermann vertraten den Pastoralen Raum Lünen. Diakon Dr. Hermann Opgen-Rhein stand seitens der Pfarrei St. Marien (Bistum Münster) den Besuchern Rede und Antwort. Für die evangelische Kirchengemeinde Lünen war Pfarrer Richard Zastrow vor Ort.

Mit einem Voting konnten die Besucher abstimmen, warum eine kirchliche Trauung das Leben bereichert. Foto: Plamper

 

Ein großes Transparent mit den Worten „Sei gesegnet …“ und darunter die verschlungenen Hände eines Hochzeitspaares mit der segnenden Hand eines Geistlichen ließen die Besucher innehalten. Trotz des eher dezent gehaltenen Standes fiel die Präsens der Kirchen inmitten opulenter Festkleidung, edlem Schmuck, aufwendigen Tischdekorationen, stylischen Frisurvorschlägen und Unterhaltungsangeboten für das Hochzeitsfest ins Auge.

Die Gespräche mit den Seelsorgern waren zahlreich. Persönliche Details seien aber nicht das Thema. „Das kommt später im persönlichen Traugespräch“, erklärt Diakon Dr. Hermann Opgen-Rhein. Vielmehr standen Fragen zu den Formalien, zum wie und wo, auf der Hochzeitsmesse im Mittelpunkt. Sich das Jawort auch vor Gott zu geben, hat nach wie vor für viele Paare eine besondere Bedeutung. Es besteht allerdings ein auf die heutige Gesellschaftsstruktur angepasster Erklärungsbedarf. Viele der angehenden Brautpaare beider Konfessionen empfanden es deshalb als positiv, dass sie am „Stand der Kirchen“ sowohl katholische als auch evangelische Seelsorger mit Blick auf ihre kirchliche Trauung ansprechen konnten. „Kirchlich heiraten …“ – das zweiseitige Infoblatt zum Mitnehmen fasste zudem die am meisten gestellten Fragen und Antworten übersichtlich zusammen – beispielsweise wie die Trauungszeremonie individuell mitgestaltet werden kann und welche Unterlagen für eine kirchliche Trauung vorzulegen sind. So benötigt bei konfessionell übergreifenden Paaren (katholisch/evangelisch) der katholische Partner eine sogenannte Dispens, wenn die Trauung nach evangelischem Ritus vollzogen werden soll.

Gut angenommen wurden auch die Segenskärtchen mit spirituellen Impulsen für den gemeinsamen Lebensweg, als Trauspruch oder Leitwort auf den Einladungen zur Hochzeitsfeier. Auf einem kleinen Tischchen konnte zudem abgestimmt werden, warum eine kirchliche Trauung das Leben bereichert und was Gottes Segen für Paare bedeutet.

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