Ungenutzte Handys gesucht

Katholische Kindergärten und Kolpingsfamilien St. Meinolf und St. Hedwig in Bielefeld ziehen eine positive Zwischenbilanz ihrer Sammelaktion

Bielefeld (jon). Die katholischen Kindergärten in Bielefeld und die Kolpingsfamilien St. Meinolf und St. Hedwig ziehen ein positives Fazit ihrer Handy-Sammelaktion. Mit mehr als 150 Mobiltelefonen unterstützten sie eine entsprechende Aktion von missio und dem Kolpingwerk.

Bitten um weitere Spenden von nicht mehr genutzten Handys: die Kolpingsfamilien St. Meinolf und St. Hedwig in Bielefeld. Abgegeben werden können sie unter anderem in den katholischen Kindergärten.

 

Mehr als 130 Millionen Mobilfunkanschlüsse gibt es statistisch gesehen in Deutschland. Zu jedem einzelnen gehören ein oder mehrere entsprechende Endgeräte. Egal ob Handy oder Tablet: Der immerwährende Wunsch nach dem „neusten Modell“ verkürzt im Gegenzug zusätzlich noch die durchschnittliche Nutzungsdauer. Experten zufolge sollen weit mehr als 100 Millionen Endgeräte ungenutzt herumliegen.

„Fast jeder hat ein oder sogar mehrere Mobilfunkgeräte zu Hause, die nicht mehr benutzt werden“: Mit diesem Aufruf begann die Sammelaktion der katholischen Kindertageseinrichtungen und der Bielefelder Kolpingsfamilien im vergangenen Jahr.

„Wir freuen uns, dass wir zwischenzeitlich zahlreiche ausrangierte Geräte entgegennehmen konnten“, blickt Reinhild Neißkenwirth, Vorsitzende der Kolpingsfamilie St. Meinolf, zufrieden auf den bisherigen Erfolg zurück.

Mit mehr als 150 Mobiltelefonen können die lokalen Organisatoren bereits jetzt die Handy-Spendenaktion des internationalen Missionswerkes missio Aachen/München und dem Kolpingwerk Deutschland unterstützen.

„Das Ergebnis spornt uns an weiterzumachen“, sagt die Vorsitzende. Die Sammelstellen nehmen auch weiterhin die Telefone entgegen. Die Sammelboxen sind in den katholischen Kindertageseinrichtungen und bei den Bielefelder Kolpingsfamilien zu finden. Ebenso nehmen auch alle anderen Bielefelder Kolpingsfamilien weiterhin an der Sammelaktion teil.

Die gespendeten Mobiltelefone und Smartphones werden recycelt. Wiederverkäufliche Geräte werden aufbereitet. Darüber hinaus erfolgt das fachgerechte Rohstoffrecycling. Die zurückgewonnenen Rohstoffe reduzieren bei der Herstellung neuer Geräte den Abbaubedarf entsprechend. Die in den mobilen Endgeräten verbauten Erze und Metalle werden oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut.

Der Aktionserlös geht zu gleichen Teilen an missio und das Kolpingwerk Deutschland. missio finanziert mit seinem Anteil Hilfsprojekte im kongolesischen Abbaugebiet. Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt mit seinem Anteil die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen. Kooperationspartner der Sammlung ist die Kölner Firma Schumacher, von Pidoll GbR. Sie bereitet wiederverkaufsfähige Geräte auf bzw. sorgt für das fachgerechte Rohstoffrecycling.

„Das Team der Kolpingsfamilie freut sich auf weitere Handy-Spenden“, sagt Reinhild Neißkenwirth.

Nähere Informationen unter: www.kolping.de/handyaktion sowie bei Reinhild Neißkenwirth, Tel.: 05 21/3 14 72

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