Wochenende für Flüchtlinge

Mit Fremden beten

Bönen/Elkeringhausen. Zum zweiten Mal bot ein Leitungsteam aus dem Pastoralverbund Bönen-Heeren ein Wochenende für Flüchtlinge in Elkeringhausen an. 12 Erwachsene, 4 Kinder und Jugendliche, 3 Paten und 2 Personen in der Leitung nahmen daran teil. Das Wochenende für die Flüchtlinge war möglich, weil es überwiegend aus dem von Erzbischof Hans-Josef Becker zur Verfügung gestellten Flüchtlingsfond finanziert werden konnte.

Viel Freude hatten Flüchtlinge und Betreuer beim gemeinsamen Wochenene in Elkeringhausen.Foto: privat

 

Die Flüchtlinge sind Katholiken, Kopten, Orthodoxe, Zeugen Jehovas. Da in den Gemeinden wenig Zeit ist, sich über ihren Glauben mitzuteilen und auszutauschen, beschäftigte man sich beim ersten Wochenende mit Gebräuchen und Ritualen rund um Weihnachten. Dieses Mal ging es um das „Vaterunser“ sowie Gebetsformen und -gewohnheiten. Spaß und Freude mit einer Wanderung und Spielen haben natürlich nicht gefehlt.

Nach einem ausgiebigen Kennenlernen über Bildkarten am Freitagabend fand am Samstag ein reger Austausch über das „Vaterunser“ statt. Das Hören des allen so wichtigen Gebetes in sieben verschiedenen Sprachen hat im Seminar wie auch am Sonntag im Gottesdienst der Zeltkirche sehr beeindruckt. Die Flüchtlinge trugen ihre Fürbitten vor und das Gefühl von Weltkirche war greifbar. Ergänzt wurde das Wochenende durch die Angebote von Elkeringhausen mit Taizé-Gebet und dem Labyrinth.

Die Flüchtlinge haben sich in Elkeringhausen sehr wohlgefühlt, den spirituellen Ort und die Landschaft genossen und nicht zuletzt die gute Küche. Für einige war es der erste Urlaub seit zwei oder fünf Jahren nach der Flucht und Ankunft in Deutschland.

Diesen Artikel teilen:

Ähnliche Artikel