Zum Wohl der Mütter

Susanne Laschet besucht Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg

Susanne Laschet lässt sich von zwei jungen Gästen der Mutter-Kind-Klinik, ihre Lektüre zeigen. Fotos: Jonas

 

Winterberg. Susanne Laschet hat als Schirmherrin des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen die Mutter-Kind-Klinik St. Ursula in Winterberg besucht. Im Mittelpunkt des Besuches stand ein Gespräch mit Müttern, die in der Klinik sind, um ihre Trauer zu verarbeiten. Etwa weil der Ehemann verstorben ist und die Mutter große Probleme hat, mit ihren Kindern über den Verlust des Vaters zu sprechen.

von Markus Jonas

„Manche wissen nicht mehr ein noch aus“, berichtet Susanne Laschet, Ehefrau von Ministerpräsident Armin Laschet. „Das hat mich sehr berührt. Die Frauen haben so offen gesprochen, da hatte ich selbst einen Kloß im Hals.“ Seit Anfang des Jahres ist Su­sanne Laschet Schirmherrin des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen. „Die Schirmherrschaft habe ich gerne und ohne zu zögern übernommen. Ich freue mich, unterstützen zu können, und nehme auch für mich persönlich viel aus den Begegnungen mit“, berichtet sie. „Die Gespräche mit Frauen in unterschiedlichsten Lebenslagen – auch die, die betroffen machen – sind sehr bereichernd.“

Um sich ein Bild von der Arbeit der fünf Kliniken des Müttergenesungswerkes in Nordrhein-Westfalen zu machen, hatte sie sich für einen Besuch der Klinik St. Ursula der Caritas Brilon in Winterberg entschieden. Denn diese legt einen Schwerpunkt auf die Trauerarbeit – ein Thema, das Susanne Laschet besonders am Herzen liegt.

Für 52 Mütter und 75 Kinder ist in der Winterberger Klinik Platz. Jeweils drei Wochen dauert die Kurmaßnahme, die auf den Säulen „Bewegung“, „Ernährung“ sowie „Stress – Selbstmanagement – Beziehung – Kommunikation“ ruht – mit spezieller Begleitung für Mütter und Kinder, die unter einem Todesfall in der Familie leiden.

Aufmerksam geworden ist das Müttergenesungswerk auch auf die Nöte von pflegenden Angehörigen. Gerade Mütter seien häufig in der „Sandwich-Situation“, sowohl für ihre Kinder wie auch für ihre Eltern sorgen zu müssen, erklärt Klaus Tintelott vom Diözesan-­Caritasverband Paderborn, Sprecher des Fachausschusses Müttergenesung der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen. Da kommt ihm das Anliegen des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann gelegen, die Kurberatung des Müttergenesungswerkes auch für die Vermittlung von pflegenden Angehörigen zu nutzen. „Da sind wir dabei, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, sagt Tintelott.

Ab Frühjahr möchte Karin Krohn, Leiterin der Mutter-­Kind-Klinik St. Ursula, pflegenden Angehörigen Kurmaßnahmen anbieten. Damit auch die zu Pflegenden versorgt sind, denkt Heinz-Georg Eirund, Geschäftsführer des Trägers „Caritas Brilon für Gesund­heit und Familie ­gGmbH“, daran, Kurzzeitpflegeplätze in einem Caritas-­Seniorenzentrum im nahen Hallenberg anzubieten. Eirund ist es darüber hinaus ein besonderes Anliegen, auch pflegenden Angehörigen von behinderten Kindern eine Kur zu ermöglichen.

Susanne Laschet zieht nach ihrem Tag in Winterberg ein positives Fazit: „Die Mutter-­Kind-Klinik St. Ursula leistet großartige Arbeit“, sagt sie. Die Nachricht von der wichtigen Arbeit des Müttergenesungswerkes wolle sie „heraustragen in die Welt“.

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