Zur Sicherung der Zukunft

Caritasverband Brilon übernimmt die Mutter-Kind-Kliniken in Bad Wildungen und Winterberg

Brilon/Winterberg/Bad Wildungen. Der Neujahrstag bildet einen wichtigen Markstein in der Geschichte des Caritasverbandes Brilon: Zum 1. Januar hat dieser die Mutter-­Kind-Kliniken St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen übernommen. Der bisherige Trägerverein „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn“, dessen Geschäftsführung bei Klaus Tintelott vom Diözesan-­Caritasverband Paderborn lag, wurde in die neue Tochtergesellschaft „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ überführt.

Präsentieren den Übernahmevertrag für die Kliniken in Winterberg und Bad Wildungen (v. l.): Meinolf Flottmeier (stellvertretender Diözesan-­Caritasdirektor), Heinz-Georg Eirund (Vorstand Caritasverband Brilon) sowie Klaus Tintelott, Ferdi Lenze und Günter Müller vom Trägerverein „Caritas Kur- und Erholungsheime“.

 

In den Mutter-Kind-Kliniken wird Kindern und Müttern, zunehmend auch Vätern, geholfen, Wege für ein gelingendes Leben (wieder) zu finden. Die Zielgruppe – Mutter, Vater, Kind, Familie – bildet die Keimzelle der Gesellschaft. Familien zu stärken, ist ein zen­trales Anliegen von Caritas. Das gilt auch und vor allem in Krisenzeiten. Die Kliniken sind u. a. auf Trauerbewältigung beim Tod von Mutter, Vater, Ehepartner oder Kind spezialisiert. Und ebenso liegt der Fokus auf Gesundheit und Prävention. Die Behandlung u. a. von Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weitere Schwerpunkte. Zukünftig werden auch die Angebote für pflegende Angehörige weiter ausgebaut.

Aufgrund der Ausrichtung der Kliniken hatte das Erzbistum Paderborn in den vergangenen Jahren die beiden Häuser finanziell gestärkt. Durch den eigens gegründeten Verein, den „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e. V.“, wurde ein Träger installiert, der die Geschicke der Kliniken leitete. Auf der Wegstrecke wurden so gemeinsam auch harte Jahre gemeistert und dabei nach langfristigen Perspektiven und Partnern geschaut. Letztere wurden in Gestalt des Caritasverbandes Brilon gefunden.

Bereits 2013 wurden die ersten Gespräche zwischen der Caritas Brilon und dem Trägerverein geführt. Daraus wurde 2015 ein Geschäftsbesorgungsvertrag für die beiden Kliniken. Im vergangenen Jahr 2017 wurde die mögliche Übernahme durch den Caritasverband Brilon beraten, verhandelt und zuletzt vorbereitet. Dazu wurde der ehemalige Trägerverein in die neue „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ überführt. Bei der Vertragsunterzeichnung bedankte sich Heinz-­Georg Eirund, Vorstand des Caritasverbandes Brilon, für das geleistete Engagement des bisherigen Trägervereines. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Caritasverband Brilon einen starken Träger gefunden haben, dem wir die Kliniken gerne anvertrauen“, sagte Klaus Tintelott, Geschäftsführer der „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn“.

„Die klare Positionierung für die Kliniken erfolgt vor allem mit Blick auf die Stärkung und Sicherung der Angebote für Familien“, betont Heinz-­Georg Eirund. Zugleich fügen sich die Kliniken sehr gut in das Portfolio der Caritas Brilon ein: Es gibt viele Vernetzungspunkte beispielsweise im Kur- und Erholungswesen, mit der Familienpflege, der Sozialpädagogischen Familienhilfe oder dem Kindergarten St. Andreas. Mit dem Ausbau der Angebote für pflegende Angehörige erhalten auch Menschen, die Rat, Begleitung und Hilfe durch die Caritas Altenhilfe erfahren, eine weitere Anlaufstelle. „Darüber hinaus liegen beide Einrichtungen im Verbandsgebiet“, sagt Vorstand Eirund: „Durch St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen wollen wir als Caritas für die Menschen im Südkreis und in Waldeck noch sichtbarer und erreichbarer werden.“ Und nicht zuletzt dient die Eingliederung der Kliniken unter das große Dach der Caritas Brilon auch der Zukunftssicherung der Häuser und damit auch der Arbeitsplätze. Zum 1. Januar wuchs die Dienstgemeinschaft der Caritas Brilon um 150 Mitarbeiter auf insgesamt 1 100. „Dafür werden wir in den kommenden Jahren auch in Umbau- und Neubaumaßnahmen in beiden Häusern investieren“, kündigt Eirund an.

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